Architektur



Stadtmöblierung: Leuchten

Ein neues Gesicht für die Stadt

Auch Städte verfügen über ein Corporate Design, eine Corporate Identity und vor allem über ein Corporate Image, das es zu wahren und zu entwickeln gilt.

Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines visuellen Erscheinungsbildes einer Stadt spielt die Stadtmöblierung, die im Sinne eines 3D-Brandings das Gesicht einer urbanen Region einzigartig und damit unverwechselbar machen kann.

Iserlohn verfügte als erste Gemeinde Nordrhein-Westfalens über eine Fußgängerzone, die allerdings auch seit ihrer Einweihung bis zur Jahrtausendwende unverändert blieb und damit dem Zeitgeist und dem Anspruch der Bürger und der Stadtverwaltung nicht mehr genügte.

Im Rahmen einer groß angelegten Neupflasterung des gesamten City-Bereichs bot sich die Chance, ein neues Möblierungskonzept zu erarbeiten.

Der Auftrag sah die Ausarbeitung von drei Alternativen für ein Möblierungskonzept vor, das der Architektur, der Stadtplanung, der Stadtentwicklung und den Ansprüchen der Bürger gerecht werden musste.

Die Möblierung umfasste die Elemente Standleuchten, Hängeleuchten, Bänke, Abfallbehälter, Ascher, Poller, Fahrradständer, Wegweiser, Baumscheiben und Baumschutzgitter. Es galt, formal zueinander passende Produkte zusammenzustellen und grundsätzlich Oberflächen, Farben und Materialien zu definieren.


Bänke und Leuchte

Sitzen und Schauen

Es gibt im gesamten Stadtgebiet nur noch einen Typ von Sitzbank, diesen allerdings in verschiedenen Ausführungen. Je nach Location werden Rückenlehnen, Armlehnen, doppelseitige oder ganz einfache Ruhebänke eingesetzt.

Deutlich zu erkennen ist hier die für Iserlohn festgelegte Sonderanfertigung. Um Beschädigungen der wertvollen Holzleisten durch Skateboardfahrer zu vermeiden, wurden die vorderen Bohlen durch ein Stahlprofil ersetzt.

Auf der Abbildung rechts zu erkennen ist die vandalismussichere Standleuchte in DB 702 „Eisenglimmer“, die im Konzept für den gesamten Innenstadtbereich wie auch für die Erholungszone Seilersee vorgeschrieben ist.


Baumscheibe Serpo

Optische Schnittstelle

Wo Bäume die Fußgängerzone bereichern sollen, werden zur Belüftung und Bewässerung des Bodens Baumscheiben aus Gusseisen eingesetzt. Der Bodenbereich wird hier nicht mit Pflaster, sondern mit luft- und wasserdurchlässigen Baumscheiben abgedeckt.

Die Baumscheibe „Serpo“ erstellt formal in schlüssiger Weise einen optischen Übergang zwischen der Rechtwinkeligkeit des Pflasters und der organischen Form des Baumes. Dadurch ist diese Baumscheibe nicht nur praktisch-funktionales Objekt, sondern zugleich auch Schnittstelle zwischen Architektur und Natur.

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