Plastik



Großplastik

Leuchttürme für Fernfahrer

Diese im Auftrag der GfW (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung) Iserlohn gestaltete Großplastik wirkt als weithin sichtbares Zeichen für das neue Gewerbegebiet Iserlohn-Zollhaus. Der Auftrag schloss die Erarbeitung konstruktiver Grundlagen und eine vollständige technische Spezifikation der Großplastik ebenso ein wie die Gestaltung eines Logos und die Konzeption eines Leitsystems.

Vorgabe für die Großplastik war die Visualisierung von drei metallischen Röhrenkörpern im formalen Grundaufbau der Plastik als Symbol für die Industrie, die sich auf dieser neuen Gewerbefläche ansiedelt. Da das Gewerbegebiet Zollhaus eine besonders umweltschonende und nachhaltige Flächennutzung vorsah (so sollten beispielsweise in ersten Konzepten Flachdächer grundsätzlich begrünt werden), sollte die Plastik photovoltaische Anlagen beinhalten, die ausreichen, um die Technik des benachbarten Regenrückhaltebeckens mit elektrischer Energie zu versorgen. Auch eine teilweise Bepflanzung der Plastik war Bestandteil des Pflichtenhefts.

Die Auftraggeberin entschied sich zugunsten eines Entwurfs mit drei Edelstahlsäulen, die im unteren Bereich mit Efeu bepflanzt werden und die an ihren geneigten Deckflächen und Ringen mit monokristallinen Solarzellen ausgestattet sind.

Die Plastik erzielt in der Trilogie ihrer ansteigenden Säulen eine Pfeilwirkung in das Gewerbegebiet hinein, die durch die Bildung eines Dreiecks zwischen den geneigten Deckflächen und der entgegengesetzt ansteigenden Bepflanzungszone im unteren Bereich entsteht. Bei Dunkelheit wird die Pfeilwirkung durch seitliche Punktlichter unterstützt. So dient die Plastik dem nicht ortskundigen Fernverkehr schon aus weiter Entfernung als prägnante Landmarke und Wegweiser zugleich.


Bodenanker

Konstruktive Lösungen

Die erstellten Konstruktionsgrundlagen schlossen auch die Entwicklung der drei Bodenanker mit ein, die in einem 1,60 Meter tiefen Betonfundament eingegossen werden sollten. Die Anker bestehen aus genormten Stahlträgern in Verbindung mit Laserteilen. Die Flanschverbindung zum Röhrenkörper ist lösbar. So können die einzelnen Röhren bei Schäden problemlos von einem Autokran für einen anschließenden Transport abgehoben werden.

Da die Finanzierung der Plastik bis heute nicht geklärt werden konnte, steht eine Umsetzung dieses Projektes der Stadt Iserlohn bis heute leider aus.

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