Plastik



Wasserharfe

Wasser und Spiele

Das gebogene C als minimalistisch-reduzierte Form eines Harfenkörpers bildet einen Hohlraum. Aus acht Öffnungen im oberen Drittel des Grundkörpers schießen acht dünne Wasserstrahlen unter hohem Druck und treffen im unteren Drittel des Harfenkörpers wieder in acht Auffangöffnungen. Hier befinden sich Sensoren, die das Auftreffen der Wassersaiten detektieren und in ein elektrisches Signal umwandeln. Bleibt der Wasserstrahl aus, so erlischt das elektrische Signal und ein Ton wird elektronisch erzeugt. Der wasserdichte Lautsprecher befindet sich in der Auffangwanne unter dem Kiesbett. So kann die Wasserharfe als Instrument benutzt und mit den Händen durch Ablenken der Wasserstrahlen bespielt werden. Dabei stehen Töne im Umfang einer vollen Oktave zur Verfügung.

Mit einer Funkfernbedienung kann die Tonerzeugung ein- und ausgeschaltet sowie in ihrer Lautstärke reguliert werden. Zwei Modi stehen zur Verfügung: "Oktave" für das manuelle musizieren und "Windspiel", ein Modus zur Erzeugung von harmonischen Dreiklängen bei starkem Wind. Der Korpus der Wasserharfe besteht aus lasergeschnittenen und verschweißten V2A-Blechen.

Ursprünglich als Plastik für den eigenen Garten gedacht, wurden bald nach ersten Gesprächen mit einem befreundeten Unternehmer aus Baden-Württemberg eine Kooperation und die Fertigung einer Kleinserie unterschiedlich großer Wasserharfen in Erwägung gezogen. Recherchen legten jedoch eine Kollision mit eingetragenen Schutzrechten der Firma Sony offen, die zu nah an die vorgesehene Technik zur Wasserstrahldetektion und Klangerzeugung heran reichten. Das Projekt Wasserharfe wurde aus diesen Gründen nicht weiter verfolgt und blieb auf dem Stand einer Designstudie.

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