Malerei
Schattenbild-Serie Technik & Design: Die Ästhetik der Maschinen
Manchmal treffen sich die Disziplinen und bilden Schnittmengen: design meets
engineering, Form trifft Funktion, Zweckmäßigkeit trifft Eleganz.
Dann entstehen unverwechselbare Lokomotiven, Autos, Schiffe oder Maschinen. Sie
geben die Vorlagen für die Motive der Schattenbild-Serie "Technik & Design".
Ein Beispiel dafür ist das Schattenbild "LOEWY II"
(Abb.), benannt nach dem französisch-amerikanischem Designer
Raymond Loewy. Das Bild zeigt die von Loewy entworfene und
1935 bei der Pennsylvania Railroad in Dienst gestellte
Lokomotive der Klasse GG1. Diese Lok gilt bis heute bei Kennern der
Eisenbahngeschichte als eine der schönsten Elektrolokomotiven der Welt und bildete
über 50 Jahre hinweg das Rückgrat des Personenschnellverkehrs im
Nordosten der USA. Bei 24,2 Metern Länge brachte die GG1 216 Tonnen auf die
Waage und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h.
Auf dem Bild ist die GG1 in der typischen Lackierung der PRR mit fünf
horizontalen Streifen zu sehen. Die aufgebrochene Schwarzfläche mit ihren
unregelmäßigen Öffnungen und der verwischte Hintergrund verleihen
"LOEWY II" eine spürbare Dynamik. Die nach rechts leicht ansteigende
Anordnung des Bildmotivs verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.
Was sind Schattenbilder?
Meine Schattenbilder teilen ein Bildmotiv in zwei Ebenen. Auf einer Glasscheibe hebe ich Konturen
und Flächenbestandteile des Hauptmotivs in reinem Schwarz hervor. Aufbau und Gestalt eines Gegenstandes werden
so in besonderer Weise sichtbar. Die typischen Farben des Motivs zeige ich im Hintergrund, auf einer Ebene circa
zwei Zentimeter hinter der Glasscheibe. Das Schattenspiel zwischen den beiden Ebenen erzeugt eine hohe räumliche Tiefenplastizität
und Lebendigkeit. Sich ändernde Licht- und Beleuchtungsverhältnissen beeinflussen die Wirkung der Bilder.
Zur Technik der Schattenbilder
Die Anbindung der Schwarzebene an die Hintergrundebene erfolgt rahmenlos durch puristische Abstandhalter aus Edelstahl.
Jedem Bild ist rückseitig ein Inbusschlüssel beigefügt, mit dem die Ebenen leicht zur Reinigung getrennt werden können.
Die Schwarzebene wird in einem hochwertigen Digitaldruck oder mittels schwarzmatter und UV-beständiger Transferfolie aufgebracht.
Als Trägermaterial verwende ich entweder Acrylglas (PMMA) oder Einscheibensicherheitsglas (ESG). Der Hintergrund wird von mir
in traditioneller Technik mit Acryl- oder Ölfarben auf Leinwand oder andere Untergründe gemalt. Bei allen meinen Schattenbildern
handelt es sich um handsignierte Unikate.
Weitere Bildbeispiele für den Bereich Technik & Design
Als kleinere Variante der Schattenbilder habe ich eine Reihe von fotografischen Motiven
digital bearbeitet und auf Acrylglasscheiben gedruckt. Die Gläser sind dabei vorder- und
rückseitig bedruckt. Auf der Front befinden sich ausschließlich die Schwarzwerte,
so dass hier eine plastische Wirkung erzielt wird. Durch eine leichte Verschiebung der Farbebenen werden
Dynamik und Geschwindigkeit zum Ausdruck gebracht.