Malerei
Schattenbild-Triptychon Konzertflügel D-274
Auftraggeber für dieses imposante Kunstwerk war ein Unternehmen der Drahtindustrie im sauerländischen Iserlohn.
Auf dem Produktportfolio der traditionsreichen Firma stehen unter anderem Drähte für die Klavierindustrie. Anlässlich
der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Firmenbestehen im Jahr 2010 wünschte die Geschäftsführung die Ausarbeitung und
Installation eines Kunstwerks für den Eingangsbereich zum Technikum. Das Thema und das Motiv waren dabei frei, der Ort der
Hängung hingegen vorgegeben.
Bildmotiv
Als Bildmotiv dient der größte derzeit in Produktion befindliche Steinway-Konzertflügel D-274 (274 cm Länge, 157
cm Breite). Das Instrument ist in der Aufsicht in geöffnetem Zustand dargestellt. Wesentliche Merkmale des strukturellen Aufbaus
wie Rahmen, Saiten, Scharniere und Korpus sind zu erkennen und vermitteln einen Eindruck von der Komplexität und der Präzision
dieses hochwertigen Produktes.
Technik der Schattenbilder
Schattenbilder separieren Bildmotive in eine Konturen- und in eine Farbebene. Die Konturenebene wird auf Glas aufgebracht. Sie verdeutlicht
Aufbau und Struktur eines Objektes als schwarze Silhouette. Die Farbebene bildet den Hintergrund und zeigt die für das Motiv typischen
Farben. Sie liegt mit einigem Abstand hinter der Konturenebene.
Durch den vordefinierten Abstand zwischen der Konturenebene auf der Glasscheibe und der Farbebene auf dem Hintergrund entsteht ein
Schattenspiel, das den Werken eine hohe räumliche Tiefenplastizität verleiht. Der räumliche Eindruck eines Schattenbildes
verändert sich bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, es wirkt lebendig und dynamisch.
Technische Ausführung
Bei dem Schattenbild-Triptychon „Konzertflügel D-274“ befindet sich die Konturenebene mit der Silhouette des Instruments auf einer 6 mm
starken Sicherheitsglasscheibe (ESG). Die gesäumten und polierten Kanten der Scheiben unterstützen die hochwertige Anmutung des
Kunstwerks. Mit Abstandhaltern aus Edelstahl wird die Konturenebene zwei Zentimeter vor dem Hintergrund gehalten. Der Hintergrund ist bei diesem
Werk nicht gemalt, sondern besteht aus Laminatdielen in Eichenholzoptik. Im Bereich des Flügels bilden messingfarben lackierte Platten eine
Projektionsfläche für die Schatten des Rahmens und der Saiten.